Im Hinduismus ist nach wie vor die arrangierte
Ehe üblich. Die Eltern suchen für
ihren Sohn/ ihre Tochter den geeigneten Ehepartner
aus, der der gleichen Bevölkerungsschicht
und Kaste angehören soll / muß.
Nur in seltenen Fallen widersetzen sich junge
Männer und Frauen dieser Tradition.
Den letzten Ausschlag aber, ob zwei Menschen
die Ehe schließen oder nicht, gibt
ein Horoskop, das für die beiden erstellt
wird. Fällt es günstig aus, sind
auch die letzten Zweifel beseitigt. Sind
sich die beiden Familien bezüglich einer
Eheschließung einig geworden und alle
anderenVorbedingungen erfüllt, so beginnen
umfangreiche Vorbereitungen. Manchmal dürfen
diebeiden Verlobten sich jetzt schon kennenlernen,
aber allein sein miteinander werden sie nicht.
Der Hochzeitstermin wird ermittelt durch
das Erstellen eines Horoskops.Ist es dann
endlich so weit und der Hochzeitstag angebrochen,
macht sich der Bräutigam mit einem Tross
von Freunden und Verwandten auf zum Hause
der Braut, wo üblicherweise die Hochzeit
stattfindet. Dort angekommen, wird er mit
einem glückverheißenden rituellen
Trank aus Honig und Joghurt begrüßt.
Im Innenhof ist ein prächtig ausgestatteter
Pavillon aufgebaut, der durch einen Vorhang
in zwei Bereiche geteilt ist. Braut und Bräutigam
betreten diesen Pavillon von unterschiedlichen
Seiten und nehmen jeweils auf einer Seite
des Vorhangs Platz. Ein Pandit (Priester)
rezitiert heilige Verse, während er
den trennenden Vorhang zur Seite schiebt
– die beiden sehen einander oft erst jetzt
zum allerersten Male. Dann tritt der Brautvater
vor und übergibt seine Tochter dem Bräutigam.
Dieser verspricht, sie als seine Frau zu
ehren und treu zu ihr zu stehen. Damit der
Segen der Götter auf ihrer Ehe ruhe,
wirft das Brautpaar Butteröl und Reis
als Opfer in ein bereitstehendes heiliges
Feuer. Die Kleider der beiden werden miteinander
verknotet und so verbunden gehen beide sieben
Schritte um das Feuer. Das Besprengen mit
Weihwasser schließt die Zeremonie ab
– das Fest kann beginnen und dauert je nach
Vermögen der Eltern der Braut mehrere
Tage.
Bis heute ist es üblich, daß indische
Bräute für die Hochzeit bemalt
werden. Dabei werden mit Hennapaste filigrane
Muster auf sichtbare und unsichtbare Körperregionen
aufgebracht.Natürlich ist dies auch
als Schmuck gedacht, aber jedes Ornament
hat eine eigeneBedeutung und soll der jungen
Frau Glück bringen. Diese Prozedur dauert
bis zu drei Tagen, je nach dem, wie umfangreich
diese Bemalung ausfallen soll. Bei dieser
Gelegenheit wurden, und werden vielleicht
noch heute, die Bräute auf ihre Rolle
als Ehefrau und Geliebte vorbereitet, d.
h. aufgeklärt. Erotik als Quelle der
Freude hat in der indischen Kultur einen
hohen Stellenwert, natürlich auch, um
durch reichen Kindersegen unsterblich zu
werden.Nach der Hochzeit verläßt
die Tochter das Haus ihrer Eltern und lebt
im Hause des Ehemannes.
Indien ist ein riesiges Land – eigentlich
schon ein eigener Kontinent. Sicherlich gibt
es in manchen Landesteilen noch zusätzliche
Traditionen, bei den geschilderten handelt
es sich um das Kernstück jeder Hochzeit.
Wie alt diese Zeremonie ist schildern uns
Verse aus dem Rigveda, einem indischen Literaturdenkmal,
das seit etwa 3000 Jahren überliefert
wird.Geschildert wird darin die Vermählung
der Tochter des Sonnengottes mit dem König
/Mondgott.
Ausgesuchte Verse daraus werden bis heute
bei Hochzeiten rezitiert.
Einen kleiner Einblick::
23. Dornenlos, redlich sollen die Pfade sein, auf denen unsere Freunde gehen um zu freien.
Zusammen möge Aryaman, zusammen Bhaga uns führen. Gemeinsam soll er uns eine gut lenkbare Hausherrenschaft sein, o Götter.
26. Pusan soll dich von hier führen, die Hand ergreifend; in die Wohnung gehe, damit du die Herrin wirst. Als Gebieterin sprich zur Opferversammlung.
27. Hier soll dir Liebes durch Nachkommenschaft zuteil werden. In diesem Hause wache über das Hausfeuer! Mit diesem Gatten vereine deinen Körper. Noch als zwei greise Leute sollt ihr zur Opferversammlung sprechen.
33. Gute Vorbedeutung hat diese Frau. Kommt zusammen, schaut sie an! Entbietet ihr einen Glückwunsch. (Und nun beginnt die Herumführung um das Hochzeitsfeuer)
36. Ich ergreife deine Hand für das Glück, daß du mit mir als Gatten langlebig seist. Bhaga,Aryaman, Savitr, der Füllespender, die Götter haben dich mir für die Hausherrenschaft gegeben.
39. Agni gab die Gattin zurück mit langem Leben und Schönheit. Langlebig sei der, der ihr Gatte ist; leben möge er hundert Herbste.
42. Eben hier seid beide, trennt euch nicht, erreicht die volle Lebenszeit, spielend mit
Kindern und Enkeln, euch erfreuend im eigenen Hause.
43. Ohne böse Vorbedeutung tritt in die Ehewelt ein.
44. Sei frei von bösem Blick, keine Gattenmörderin, freundlich zu den Tieren, wohlgemut,gut aussehend, Helden gebärend, die Götter liebend, freudespendend.
45. Diese, o gnädiger Indra, mach zu einer, die gute Söhne hat und glücklich ist. Ihr
verleihe zehn Söhne, den Gatten mach zum elften.
47. Vereinen sollen alle Götter und die Gewässer unser beiden Herzen.
Egal ob in der Stadt oder auf dem Land, in Griechenland ist Heiraten keine Zeremonie im kleinen Verwandtenkreis. Dort feiert die ganze Dorfgemeinschaft oder ein ganzes
Stadtviertel. Da in Griechenland der Brautvater
die Mitgift in die Ehe bringen muß,
ist Art und Umfang der Hochzeitsfeier immer
von der sogenannten "Proike" abhängig.
Heutzutage sind nicht mehr Erntegut, Vieh
und Ackerland von Bedeutung, vielmehr sind
es die modernen Dinge des Lebens, z.B. Bauland,
Haus, Eigentumswohnung oder Automobil.
Da in Griechenland griechisch-orthodoxer Glaube überwiegt sind die Kirchen zur Trauung selbst, mit vielen symbolischen Gegenständen dekoriert. Die Trauringe werden dreimal vor Beginn getauscht, dieser Brauch soll die Dreifaltigkeit symbolisieren. Gegen Ende der Zeremonie werden die Kronen zwischen den Köpfen der Heiratenden getauscht. Und auch aus dem Weinkrug wird dreimal getrunken. Die Vermählten werden anschließend dreimal um den Altar der Kirche geleitet. Nach all diesen Traditionen kann nun die Hochzeitsparty starten, und die wird ausgiebig gefeiert. Zu Ende der Hochzeitsfeier ist es üblich dem Brautpaar Geldscheine an die Kleidung zu stecken.
Allem voran steht bei einer bulgarischen Hochzeit, wie auch bei anderen Nationalitäten, das Brautbad. In das Bad werden glühende Kohlen geworfen in das das Brautpaar über ein von der Brautmutter gespannten roten Gürtel hineinspringen. Das baden der Braut vor der Trauung ist wie schon erwähnt auch in vielen anderen Hochzeitsritualen eingebunden, wie zum Beispiel in islamischen Ländern.
Rot ist die Farbe einer bulgarischen Hochzeit. In Österreich würde man es wohl als sehr mutig und extravagant bezeichnen, wenn eine Braut in einem rotem Hochzeitskleid zum Altar schreiten würde. In Bulgarien ist die rote Hochzeit Tradition wie die Weiße in unseren Regionen. Sämtliche Feierräumlichkeiten sind mit roten Girlanden und Accessoires geschmückt. Und die anwesenden Gäste schwenken rote Tücher und Hochzeitsfahnen. Im bulgarischen heißt die Braut "bulka" das übersetzt Klatschmohn bedeutet.
Die meisten japanischen Hochzeiten werden im Sinne der Shinto-Religion abgehalten, einem Jahrhunderte alten Volksglauben, mit dem die Kami (heilige Geister) verehrt werden.
Eine Shinto-Hochzeit findet im engsten Familienkreis in einem besonderen Schrein statt.
Das Paar trägt den traditionellen Kimono. Während der Zeremonie wird das Brautpaar durch einen Shinto-Priester gesegnet und spirituell gereinigt. Der Bräutigam leistet einen Eid, nach dem er seiner Frau ein treuer und sorgsamer Ehemann sein wird. Danach opfert das Paar den Kami Zweige des heiligen Baums Sakaki und trinkt gemeinsam Sake. Im Anschluß an die Zeremonie findet auch in Japan ein rauschendes Fest statt.
In letzter Zeit fließen immer mehr westliche Elemente in die Zeremonie ein, etwa wählen japanische Frauen zunehmend christliche Brautkleider.
Auf den schottischen Inseln ähnelt die Trau-Zeremonie der im deutschsprachigen Raum.
Traditionell hält der Bräutigam jedoch öffentlich um die Hand der Braut an.
Der Vater seiner Herzensdame antwortet auf Gälisch: "Ma tha ise deňnach, tha mise
ro-dheňnach, agus mura bi sin mar sin, cha bhi seo mar seo" ("Wenn sie es will, so will ich es sehr und wenn es nicht so ist, dann nicht").
Das ganze wird an drei hintereinanderliegenden Sonntagen vollzogen. Am Dienstag nach dem letzten findet die Hochzeit statt. Auf dem Rückweg von der Kirche zum
anschließenden Fest spielen die Dudelsack-Spieler traditionelle Hochzeitslieder.
GRETNA GREEN
Der Ruf dieser Stadt kurz hinter der englisch-schottischen Grenze ist nach
ganz Europa gedrungen, da sie bis 1940 die letzte Hoffnung für junge Liebespärchen
darstellte, gegen den Willen der Familie heiraten zu können. Tatsächlich waren
die Heiratskandidaten, gleich ob britischer oder ausländischer Herkunft, nach
der damaligen schottischen Ehegesetzgebung, 1940 abgeschafft, berechtigt,
auch ohne Zustimmung der Eltern eine ganz legale Ehe einzugehen. Ein einfaches
Eheversprechen, in Gegenwart zweier Trauzeugen gegeben, genügte unter der
Bedingung, daß beide Partner mindestens 16 Jahre alt waren und sich seit 23
Tagen in Schottland aufhielten. Einst vollzog der Schmied diese heimlichen
Heiratszeremonien. Man sagt, daß die von ihm gestifteten Ehen genauso solide
waren wie der Amboß, auf den er schlug!
Die Frauen malen mit Zweigen, die sie in Henna getaucht haben, Muster auf Arme und Beine. Eine ältere Frau, somo, lehrt die Braut, wie sie den Mann erfreuen kann. Eine Hochzeit bei den Ndebele in Südafrika wird in drei Etappen gefeiert, die sich über Jahre hinziehen können. Zunächst wird der Brautpreis, lobola, verhandelt. Dann zieht sich die Braut zwei Wochen zurück, in denen andere Frauen sie lehren, eine gute Ehefrau zu sein.
Nach der Isolation zeigt sie sich dann mit reichem Perlenschmuck und mit Perlen besetzten Reifen, golwani, um Taille und Beine.
Als richtig verheiratet gilt sie erst, wenn sie das dritte Stadium vollendet hat: die Geburt ihres ersten Kindes. Eine Träne läuft der mit Perlen reich behängten Nosianai aus dem Stamm der Massai in Kenia über die Wange, als sie das Haus ihrer Familie verläßt, um sich auf den Weg zu ihrem Bräutigam zu machen. Die Massai-Frauen müssen sich in die arrangierten Ehen mit wesentlich älteren Männern fügen.
Aber auch der arme Stamm der Karo aus Äthiopien feiert nicht weniger kunstvoll:
Körperbemalung, Ketten aus Samenkörnern und die auf den Bauch der Karo-Mädchen geritzten Muster, machen ihre Hochzeiten zu etwas ganz Besonderem. In Kenia werden der Suaheli-Frau ein paar Tage vor ihrer Hochzeit alle Haare vom Hals abwärts entfernt.
Danach wird sie mit Kokosnussöl massiert und mit Sandelholz parfümiert.
Zum Abschied bespuckt der Vater ihr zum Segen Kopf und Brust mit Milch und sagt: "Möge Gott dir viele Kinder schenken."
Hochzeitszeremonien in Afrika sind so unterschiedlich wie die Stämme, die dort leben. In jedem Fall aber ist eine Hochzeit ein großes Ereignis, da sich dabei zwei Familien vereinigen.
Bei den Gabra-Nomaden im Norden Kenias etwa zieht die Familie des Bräutigams mit Sack und Pack zur Familie der Braut und errichtet dort ein neues Haus. Polygamie ist noch heute ein akzeptierter Lebensstil in vielen Teilen Afrikas. In anderen Gebieten wurden die Stämme in ihren Bräuchen durch den Islam und die christliche Kirche beeinflußt.
Auch innerhalb eines Kulturkreises können die Festlichkeiten sehr unterschiedlich ausfallen:stammt das Brautpaar aus armen Familien, findet eine kleine Zeremonie im engsten Famlienkreis statt, während es bei den Hochzeiten in reichen Familien durchaus Brauch ist,die gesamte Gemeinde einzuladen und zu verköstigen.
Allen Hochzeiten gemeinsam sind die prächtigen, farbenfrohen Gewänder. In Afrika gleicht keine Braut der anderen.
Traditionellerweise glauben die Türken, dass ein Neubeginn, wie z.B. der Bau oder Kauf eines Hauses oder natürlich auch eine Heirat mit Glück behaftet ist. Aus diesem Grund, und weil meistens die Eltern oder die gesamte Familie in finanziellen Dingen mithelfen, macht man sich wegen Schulden keine grossen Gedanken.
Nach dem sich Mann und Frau zur Ehe entschieden haben, erbittet die Familie des jungen Bräutigams einen Termin bei der Familie der Braut. Die Familie der Braut lädt die Eltern des Bräutigams zum Tee ein. Zuerst wird Tee und Gebäck angeboten und man spricht miteinander. Anschliessend wird dann Kaffee gereicht. Danach kommt man zum eigentlichen Thema. Es ist eine alte Sitte, dass die Eltern des Mannes ''mit Gottes Befehl...''den Heiratswunsch äussern , dass sie diese Ehe akzeptieren und das Mädchen sehr gern als die Ehefrau ihres Sohnes sehen möchten. Die Eltern der Braut sagen dann eher zurückhaltend '' zuerst wollen wir mal darüber nachdenken' . Wenn sich die jungen Leute aber schon fest füreinander entschieden haben, weil sie sich schon lange Jahre kennen und gemeinsam die Ehe miteinander eingehen wollen, dann sagt man diese Worte nicht . Dann sagt der Vater der Braut,' wenn unsere Kinder es so wünschen, dann soll es ihnen Glück bringen' und gratuliert ihnen. Gegenseitig wünscht man sich dann alles Gute und gibt sich die Hände. An die Finger von Braut und Bräutigam werden nun die Verlobungsringe gesteckt, die beide durch eine rote, lange, seidene Schnur verbunden sind. Dann schneidet
einer der Besucher, meist ein älterer Verwandter, Onkel usw., die Seidenschnur durch und
somit ist das Verlöbnis besiegelt. Jetzt verabredet man noch die ungefähren Termine für die Verlobungsfeier und die Hochzeit. Zur Tradition gehört auch, dass die Eltern des Mannes bei diesem Besuch Schokolade auf einem - oft silbernen - Teller und Blumen als Geschenke mitbringen. Diesen Silberteller hebt dann das junge Mädchen zur Erinnerung auf.
Die Familie der Braut organisiert die Verlobungsfeier. Alle Kosten werden auch von ihr übernommen. Für die Braut wird meistens ein besonderes Abendkleid in hellen Tönen ausgewählt. Speziell für diesen Tag wird entweder in einem Salon oder einem Hotelsaal oder auch nur im engeren Familien-und Bekanntenkreis gefeiert. Meistens wird zu dieser Feier auch zum Essen eingeladen. Die Kosten für die Verlobungsringe übernimmt das Paar gemeinsam. Die Ringe werden wieder mit einer langen, roten Schnur verbunden, was Glück bedeutet und bei der Feier zuerst auf einen oft silbernenTeller gelegt. Dann werden diese von einer beliebten Person an die jeweils rechte Hand des Paars angesteckt und das Band wird durchgeschnitten. Es gibt auch eine Tradition, die leider langsam in Vergessenheit gerät, und zwar können sich die Familienmitglieder der Verlobten auch gegenseitig beschenken. Fuer Eltern und Geschwister werden Geschenke für jeden einzelnen ausgewählt und in seidene Decken eingepackt . Falls die Verlobung nicht mit einer Ehe endet, werden diese Geschenke ungebraucht zurückgegeben.
Das Schlafzimmer kauft nach alter Tradition immer die Braut . Der Mann sorgt für alle
anderen Möbel, die für die Einrichtung des Hauses erforderlich sind. Die Kosten für das Hochzeitskleid übernimmt immer der Bräutigam. In der neuen Wohnung, wo das Paar nach der Hochzeit leben wird, wird als erstes ein Koran, ein Spiegel, eine Kerze, ein bisschen Reis und etwas Zucker gebracht. Der Koran zeigt den Glauben des Hauses, der Spiegel soll Erleichterung bringen, die Kerze bedeutet Licht, der Reis steht für Segen und Fruchtbarkeit,der Zucker bedeutet die Süsse des Lebens.
Eine der Hochzeits-Traditionen in der Türkei ist der Henna - Abend. An diesem Abend versammeln sich Frauen und Maenner getrennt. Meistens wird am Abend vor der Hochzeit gefeiert. Man singt meist traurige Lieder, welche die Trennung vom Mutterhaus beschreiben und oft weint die Braut sehr. Denn Henna bedeutet das Ende eines Lebensabschnitts und soll gleichzeitig auf eine glückliche Ehe vorbereiten. Alle sitzen im Kreis und die Braut legt sich an diesem Abend eine rote Decke auf den Kopf. Sie weint unter der Decke und ihr Gesicht ist nicht zu sehen. Die Gäste wollen die Hände der Braut mit Henna schmücken,aber diese öffnet ihre Hände nicht. Die Schwiegermutter beschenkt sie dann mit einem Goldschmuck. Nach gemeinsamem Tanzen und Singen ist die Feier beendet.
Meist wird der Ehevertrag am gleichen Tag unterschrieben, an dem die Hochzeit
stattfindet. Gefeiert wird wieder meistens in einem speziell gemieteten, oft Hochzeitsserail genannten Saal oder in einem Saal eines Restaurants, eines Hotels usw. Es gibt auch eine ganz alte lustige Sitte, die besagt, dass wer bei der Unterschrift des Ehevertrages den anderen zuerst leicht mit dem Fuss tritt, wird der Chef im Haus sein .Die Braut trägt traditionell an ihrem Hochzeitstag immer ein weisses Brautkleid. Aus Tradition hat die Braut beim Verlassen des Vaterhauses ein rotes Seidenband sowie einen Gürtel um ihre Taille gebunden. Bei der Hochzeitsfeier ist es üblich, das Hochzeitspaar mit Goldschmuck zu beschenken. Jeder Verwandte und Bekannte beschenkt das Ehepaar, je nach seiner Nähe zu dem Paar, mit Gold. Oft ist es ein goldenes Armband mit Goldmünzen und Geld. Diese Beschenkungszeremonie dauert meistens über eine Stunde. Danach fängt die Musik an zu spielen und es wird getanzt. Die Kosten für die Hochzeitsfeier bezahlt immer der Bräutigam. Gesetzlich ist es auch erlaubt, dass die Braut ihren Mädchennamen behält und nicht den Namen des Bräutigams annehmen muss.
Nur seit wenigen Jahren haben manche Paare angefangen zusammenzuleben, bevor sie heiraten.Normalerweise ist es so, dass nach 2-3 Jahren die beiden sich für die Hochzeit entscheiden. Die meisten Italiener sind in Wirklichkeit traditioneller und wählen, nach einer bestimmten Zeitlang, die Hochzeit, 70% in der Kirche. Am selben Tag, nach der religioese Zerimonie unterschreibt das Hochzeitspaar auch für das Standesamt. Ein richtig italienisches Hochzeitsfest vorzubereiten verlangt Zeit, Geduld, Phantasie, Aufmerksamkeit und ... Liebe:
Zeit = denn die Gästeliste, die Suche nach der Kirche, nach dem richtigen Tag, dem
Restaurant, den Bomboniere ( kleines aber wertsvolles Geschenk für die Eingeladenen unddie Zeugen).
Geduld = weil es nicht immer leicht ist, die beiden Seite (die Braut und der Bräutigam und deren Familie) zu befriedigen
Phantasie = weil es für jedes Paar die eigene Hochzeit schön und unvergessbar für das Paar und die Gäste sein soll: sie sollen Spass haben und sich möglicherweise nicht langweilen
Aufmerksamkeit = weil es, um alles gut, richtig und perfekt zu organisieren, leicht ist,etwas oder jemanden zu vergessen, was ganz schlimm sein kann!! - das alles verlangt eine Liebe die grösser als alle diese unangenehmen, manchmal aber auch lustigen Umstände sein soll!! Die Gäste können wenig, aber auch sehr viele sein, von 30 bis 300,es kommt darauf an, wieviel Geld das Paar ausgeben kann und will. Die Kleidungen werden zur diesen Gelegenheit neu gekauft, sie sollen elegant sein, bes. in Sueditalien, wo das Fest auch 3 Tage dauern kann. Während des Mittagessens wird gespielt, getanzt, gesungen und das Bouquett den Freundinnen der Braut zu geworfen: die einzige getroffene wird,während des gleichen Jahrs heiraten. Falls die Eingeladenen zu viel sein sollten, kann das Paar die Verwandten und die engsten Freunde zum Restaurant einladen und die andere am Ende des grossgiebigen Mittagessens (selten Abendessens)zum 'taglio della torta' (zum Tortenschneiden) kommen lassen. Ein langes Verfahren also, das aber komplizierter zu erklären als zu erleben ist!!
Ausdauer braucht, wer in pakistanischer Tradition heiratet: alles in allem dauert die
Angelegenheit vier Tage.
Am ersten Tag, Mienu, zieht sich die Braut vom Bräutigam zurück. Beide feiern mit ihrer Familie und Freunden die bevorstehende Hochzeit.
Am zweiten Tag, Mehndi, dreht sich alles um Henna: die Hände des Brautpaares werden mit Mustern verziehrt. Außerdem bringt die Familie des Bräutigams der Braut ihre Festkleider und umgekehrt.
Der dritte Tag, Shadi, ist der Tag, an dem die eigentliche Trauzeremonie stattfindet. Das Ritual wird durch einen Priester abgehalten und das Paar zu Mann und Frau erklärt. Die traditionelle Farbe für den Shadi ist Rot. Der Tag endet mit einem festlichen Essen bei den Eltern der Braut.
Am letzten Tag, Valima, treffen sich alle Gäste bei den Eltern des Bräutigams, um die Hochzeit zu feiern.
In Rumänien sind nicht nur Braut und Bräutigam in traditionellen Bräuche eingebunden. Hier kommt es zuerst einmal auf Energie und Kampfgeist des Freundeskreises an.
Die Freunde der Braut müssen einen Baum erklimmen, auf dessen Spitze sie dann einen Brautkranz befestigen. Die Freunde des Bräutigams müssen ebenso sportliche Leistung erbringen indem sie eine Menschenpyramide bilden an der der Bräutigam empor klettert um den Brautkranz wieder abzuhängen. Ohne dieses Ritual gibt's auch keine Hochzeit. Eine weitere Tradition während der Trauung ist es, Geldmünzen auf den Teppich zu werfen auf dem das Brautpaar in der Kirche später steht. Die symbolische Bedeutung ist, daß Geld und Wohlstand nicht annähernd so wichtig wie das Eheglück selbst sind. Nach der Hochzeit steht die Braut auf der Schwelle ihres neuen Heims und verspritzt Rosenwasser auf die Hochzeitsgesellschaft. Danach wird noch Salz und Weizenkörner in alle vier
Himmelsrichtungen geworfen.
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...uund diese Hochzeitskapelle steht in Queensland/Australien
- ebenso wie der Brunnen mit den Turteltauben
und den Seerosen

